Ich zieh mich an, und langsam aus...


singt Hildegard Knef. "Ich zieh mich an, und langsam aus..." wird Marianne  im Stück "im Kaffee" singen, wenn sie einer Thekenkraft ihre Stimme verleiht. Dazu sucht sie das passende Bühnenoutfit, ein authentisches Stück aus jener Zeit, als das Chanson unvergessene Gassenhauer hervorbrachte, die damals eben auch von Thekenkräften zu späten Abendstunden in weinseliger Stimmung zum Besten gegeben wurden. Zu Zeiten, als die Erwerbstätigkeit von Frauen keine Selbstverständlichkeit war und als frivol galt. Als Zeichen von Armut oder rebellischem Aufbegehren selbstbestimmter Frauen, denen man nicht eintrichtern konnte, wo ihr angestammter Platz sei - zuhause, hinterm Herd, bei den Kindern, dem Herrn des Hauses die Hausschuhe ans Bett bringend...

 

Ja, das waren die goldenen Zeiten, gegen die Hildegard Knef mit ihren emanzipierten Texten angesungen hat. Gerade deshalb zeigen wir im Schätzchen, neben den Roben für den besonderen Anlass auch "Alltagskleidung". Um eine Vorstellung zu bekommen, wie es war, bevor sich Frauen ihren gleichberechtigten Platz in der Gesellschaft erkämpften. Was sie trugen, um den Vorstellungen ihrer Zeit zu entsprechen, oder indem sie "optisch" mit ihrer Kleidung  aufbegehrten und ein sichtbares Zeichen setzten. 

 

Wir freuen uns, dass wir Marianne ein Stück Authentizität mitgeben dürfen. Einen Schatz der Alltägliches zur Schau stellt und in dem sie uns auf unterhaltsame Weise in jene Zeit einlädt, als Frauen keine gleichberechtigten Stimmen hatten, auch wenn sie so wunderbar klangen wie jene von Dietrich, Piaf, Dubas oder wie die, der genialen Knef!

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